Neue Klimakoordinatorenstelle stärkt Zukunftsregion ETS
Der Vorstand der AktivRegion Eider-Treene-Sorge beschließt neues Projekt.
Der Vorstand der AktivRegion Eider-Treene-Sorge beschließt neues Projekt.
Koordinator/in für klimagerechte Regionalentwicklung (m/w/d)
Eine Aufgabe für Menschen, die Zukunft nicht nur planen wollen – sondern gestalten.
Die Eider-Treene-Sorge‑Region (ETS) ist ein besonderer Ort. Niederungen, Wasser und Menschen bilden hier ein Gefüge, das seit Generationen trägt und das vor großen Veränderungen steht.
Klimaanpassung, Landwirtschaft, Naturschutz, Wassermanagement: All das braucht Mut, Wissen, Dialog und vielleicht: DICH.
Wir suchen eine Persönlichkeit, die Menschen zusammenbringt, regionale Identität versteht und Zukunftsfragen lösungsorientiert angeht. Eine Person, die Netzwerken nicht als Aufgabe sieht, sondern als Haltung.
Die ETS GmbH ist seit 1999 die kommunale Entwicklungsagentur in der Region und unterstützt Kommunen, Vereine und lokale Akteure bei Projekten. Das Team arbeitet daran, den ländlichen Raum durch Regionalentwicklung, Förderung und Vernetzung nachhaltig zu stärken.
Deine Mission
Du baust Brücken zwischen Betrieben, Behörden, Forschung, Verbänden und den Menschen vor Ort. Du machst Klimaanpassung greifbar und sorgst dafür, dass regionale Stärken auch in Zukunft tragen.
Du bewegst die Region, indem Du:
Was Du mitbringst
Was wir bieten
Rahmenbedingungen
Klingt nach Dir?
Dann erzähl uns, wie Du die ETS‑Region in die Zukunft führen würdest.
Bitte sende Deine vollständigen Bewerbungsunterlagen inklusive Deiner Gehaltsvorstellung bis spätestens 10. März 2026 ausschließlich in digitaler Form an: 📧 info@eider-treene-sorge.de
Deine Ansprechpartnerin für Fragen:
Annika Freitag
Assistenz der Geschäftsführung
📧 a.freitag@eider-treene-sorge.de
📞 04333 / 99249-10
Hinweis zum Datenschutz: Wir verarbeiten Deine Bewerbungsunterlagen ausschließlich zum Zweck des Auswahlverfahrens nach den geltenden Datenschutzbestimmungen.
Die AktivRegion Eider-Treene-Sorge unterstützt die Neufassung des Amtsentwicklungskonzeptes für das Amt Hohner Harde mit einer Fördersumme von 40.347 Euro. Das Projekt hat ein Gesamtvolumen von rund 80.000 Euro und wird mit einer Förderquote von 60 Prozent finanziert. Die Mittel stammen aus dem Grundbudget der AktivRegion, das im Rahmen des EU-Programms LEADER und der Landesförderung für ländliche Räume bereitgestellt wird.
Das Amt Hohner Harde umfasst zwölf Gemeinden mit rund 8.900 Einwohnern. Das bestehende Konzept „Zukunftsatlas 2033“ aus dem Jahr 2019 wird aufgrund neuer Herausforderungen wie Digitalisierung, Klimaschutz, Energiewende und demografischer Wandel überarbeitet. Ziel ist ein zukunftsorientiertes Konzept, das die Entwicklung der Gemeinden strategisch steuert und die interkommunale Zusammenarbeit stärkt.
„Die Neufassung des Amtsentwicklungskonzeptes ist ein wichtiger Schritt, um die Region fit für die Zukunft zu machen. Mit den Gemeinden und den Bürgerinnen und Bürgern sind in dem Prozess konkrete Perspektiven zu entwickeln“, sagt Levke Brauer, Regionalmanagerin der AktivRegion Eider-Treene-Sorge.
Auch der Vorsitzende der AktivRegion ETS, Horst Rudolph, unterstreicht die Bedeutung des Projekts: „Das Konzept schafft eine verlässliche Grundlage für kommunalpolitische Entscheidungen und stärkt das Zusammengehörigkeitsgefühl im Amt. Es ist ein gutes Beispiel für die aktive Gestaltung des demografischen Wandels und die Förderung des Ehrenamts.“
Die Konzepterstellung erfolgt unter Beteiligung der Öffentlichkeit: Zukunftswerkstätten, Themenworkshops und digitale Dialogformate sollen sicherstellen, dass die Bedarfe aller Bevölkerungsgruppen berücksichtigt werden. Ein konkreter Umsetzungsfahrplan mit Maßnahmen, Zuständigkeiten und Förderoptionen wird Teil des Konzeptes sein.
Daten zum Förderprojekt im Überblick:
Über weitere Projekte und die Prüfung auf deren Förderfähigkeit wird der Vorstand der AktivRegion Eider-Treene-Sorge Ende März 2026 entscheiden. Anträge sind bis spätestens 26. Februar 2026 beim Regionalmanagement einzureichen.
Der Vorstand der LAG AktivRegion Südliches Nordfriesland hat einstimmig beschlossen, die Machbarkeitsstudie „Schwimmbad/Kurmittelhaus Nordstrand – Daseinsvorsorge, Klima & Vernetzung“ mit 15.000 Euro zu fördern. Die Mittel stammen aus dem Grundbudget der AktivRegion, das im Rahmen des EU-Programms LEADER und der Landesförderung für ländliche Räume bereitgestellt wird. Die Gemeinde Nordstrand erhält damit die Möglichkeit, eine zukunftsfähige und nachhaltige Lösung für eine zentrale Einrichtung der Daseinsvorsorge und des Gesundheitstourismus zu entwickeln.
Das Hallenbad und das Kurmittelhaus auf Nordstrand sind seit Jahrzehnten wichtige Anlaufpunkte für Einheimische und Gäste. Die Gebäude sind jedoch stark sanierungsbedürftig, die Nutzung und Energieeffizienz entsprechen nicht mehr den heutigen Anforderungen. Die Machbarkeitsstudie soll klären, ob eine Sanierung, ein Umbau oder ein Neubau die beste Lösung darstellt – und dabei Aspekte wie Wirtschaftlichkeit, Klimaschutz, Barrierefreiheit und regionale Vernetzung berücksichtigen.
„Mit dieser Studie schaffen wir die Grundlage für eine nachhaltige und zukunftsfähige Entwicklung auf Nordstrand“, sagt Frank Feddersen, Vorsitzender der AktivRegion Südliches Nordfriesland.„Das Projekt verbindet Lebensqualität, Klimaschutz und regionale Wertschöpfung – ein Gewinn für die gesamte Region.“
Auch das Regionalmanagement sieht in der Studie einen wichtigen Schritt: „Die Machbarkeitsstudie ist mehr als eine technische Analyse“, erklärt Miriam Templin, Regionalmanagerin der AktivRegion. „Sie bindet Bürgerinnen und Bürger, Ehrenamt und Wirtschaft ein und entwickelt tragfähige Konzepte für Begegnung, Tourismus und Klimaanpassung. Damit setzen wir ein starkes Zeichen für integrierte Entwicklung im Küstenraum.“
Die Studie soll eine beschlussfähige Entscheidungsgrundlage liefern, die sowohl die Bedarfe der Bevölkerung als auch die Anforderungen des Tourismus berücksichtigt. Ein besonderer Fokus liegt auf Nachhaltigkeit, kurzen Wegen und der Einbindung in das bestehende Kurgebiet.
Daten zum Förderprojekt im Überblick:
Über weitere Projekte und die Prüfung auf deren Förderfähigkeit wird der Vorstand der AktivRegion Südliches Nordfriesland Anfang Mai 2026 entscheiden. Anträge sind bis spätestens 2. April 2026 beim Regionalmanagement einzureichen.
Die AktivRegion Südliches Nordfriesland ruft alle engagierten Akteure in der Region auf, ihre Ideen für Kleinprojekte einzureichen. Für das Regionalbudget 2026 stehen der Region insgesamt 200.000 Euro zur Verfügung. Die Fördermittel stammen aus dem Bundesförderprogramm Gemeinschaftsaufgabe Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes (GAK). Gefördert werden Projekte, die mindestens ein Ziel der Integrierten Entwicklungsstrategie (IES) der AktivRegion erfüllen und zur ländlichen Entwicklung beitragen.
Wer kann sich bewerben? Juristische Personen des öffentlichen und privaten Rechts (z. B. Gemeinden, Vereine), aber auch natürliche Personen und Personengesellschaften können Anträge stellen. Die Gesamtkosten eines Projekts müssen zwischen 2.500 und 20.000 Euro brutto liegen. Der Zuschuss beträgt 80 Prozent der förderfähigen Kosten, maximal 16.000 Euro. Die Einreichung der vollständigen Antragsunterlagen muss bis zum 1. Februar 2026 erfolgen, die Projektumsetzung und Abrechnung bis zum 31. Oktober 2026. Die Auswahl der zu fördernden Projekte erfolgt im Frühjahr 2026 durch ein Gremium der AktivRegion. Sollte der Fördertopf überzeichnet sein, entscheiden Projektbewertung und Eingangszeitpunkt über die Förderung.
Das Regionalbudget 2025 hat zahlreiche Projekte ermöglicht, die das Leben in der Region bereichern. Dazu gehörten:
Diese Beispiele zeigen, wie vielfältig die Möglichkeiten sind – von Infrastruktur für Begegnungen bis zu Angeboten für Freizeit und Tourismus.
Alle Details, Formulare und die Projektauswahlkriterien sind zu finden unter www.aktivregion-snf.de/projekt-starten/regionalbudget
Kontakt: Miriam Templin, Regionalmanagerin, Tel. 04333-99 24 913, E-Mail: m.templin@eider-treene-sorge.de
Hinweis: Die Gewährung von Zuwendungen steht grundsätzlich unter dem Vorbehalt und der Freigabe der Mittel durch die Haushaltsgesetzgeber des Bundes und des Landes. Solange keine rechtsgültigen Haushaltspläne aufgestellt sind, steht die Zusage einer möglichen Förderung über das Regionalbudget unter einem sogenannten Haushaltsvorbehalt. Ein Rechtsanspruch auf Förderung besteht nicht.
Die AktivRegion Eider-Treene-Sorge ruft alle engagierten Akteure in der Region auf, ihre Ideen für Kleinprojekte einzureichen. Für das Regionalbudget 2026 stehen der Region insgesamt 200.000 Euro zur Verfügung. Die Fördermittel stammen aus dem Bundesförderprogramm Gemeinschaftsaufgabe Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes (GAK). Gefördert werden Projekte, die mindestens ein Ziel der Integrierten Entwicklungsstrategie (IES) der AktivRegion erfüllen und zur ländlichen Entwicklung beitragen.
Wer kann sich bewerben? Juristische Personen des öffentlichen und privaten Rechts (z. B. Gemeinden, Vereine), aber auch natürliche Personen und Personengesellschaften können Anträge stellen. Die Gesamtkosten eines Projekts müssen zwischen 2.000 und 20.000 Euro brutto liegen. Der Zuschuss beträgt 80 Prozent der förderfähigen Kosten, maximal 16.000 Euro. Die Einreichung der vollständigen Antragsunterlagen muss bis zum 1. Februar 2026 erfolgen, die Projektumsetzung und Abrechnung bis zum 31. Oktober 2026. Die Auswahl der zu fördernden Projekte erfolgt im Frühjahr 2026 durch ein Gremium der AktivRegion. Sollte der Fördertopf überzeichnet sein, entscheiden Projektbewertung und Eingangszeitpunkt über die Förderung.
Das Regionalbudget 2025 hat zahlreiche Projekte ermöglicht, die das Leben in der Region bereichern. Dazu gehörten:
Diese Beispiele zeigen, wie vielfältig die Möglichkeiten sind – von Infrastruktur für Begegnungen bis zu Angeboten für Freizeit und Tourismus.
Alle Details, Formulare und die Projektauswahlkriterien sind im Downloadbereich zu finden unter www.aktivregion-ets.de/downloads
Kontakt: Levke Brauer, Regionalmanagerin, Tel. 04333-99 24 914, E-Mail: l.brauer@eider-treene-sorge.de.
Hinweis: Die Gewährung von Zuwendungen steht unter dem Vorbehalt und der Freigabe der Mittel durch die Haushaltsgesetzgeber des Bundes und des Landes. Solange keine rechtsgültigen Haushaltspläne aufgestellt sind, steht die Zusage einer möglichen Förderung über das Regionalbudget unter einem sogenannten Haushaltsvorbehalt. Ein Rechtsanspruch auf Förderung besteht nicht.
Die Entscheidung des Haushaltsausschusses des Deutschen Bundestages, 1,75 Millionen Euro für die Sanierung der Gieselauschleuse bereitzustellen, ist ein Meilenstein für die gesamte Eiderregion vom NOK bis nach Tönning.
„Wir sind sehr erleichtert und freuen uns außerordentlich über diesen Beschluss aus Berlin“, erklären der Sprecher der sogenannten G10-Arbeitsgruppe Gieselauschleuse und Erfder Bürgermeister Thomas Klömmer sowie Ralf Tiessen, Geschäftsführer der Eider-Treene-Sorge GmbH. „Unser besonderer Dank gilt den Unionsbundestagsabgeordneten – vor allem Mark Helfrich, MdB, der mit großem Einsatz seit vielen Jahren dazu beigetragen hat, dass dieses nun mit der neuen Bundesregierung möglich wurde.“
Mit dieser Entscheidung sind die jahrelangen Zuständigkeitsfragen zwischen Bund und Land Schleswig-Holstein endlich geklärt. „Es gibt nun keine Rechtsstreitigkeiten mehr – der Bund übernimmt Verantwortung für sein Bauwerk in der Bundeswasserstraße Eider. Das ist der entscheidende Durchbruch, auf den wir seit vielen Jahren gemeinsam in der Region hingearbeitet haben“ so Klömmer und Tiessen.
Die Mitglieder der G10-Arbeitsgruppe unterstreichen, dass sich die beharrliche Arbeit in der Region nun auszahlt und die neue Bundesregierung liefert. „Ohne die Bearbeitung der ganzen Thematik durch die Fachleute der Kreisverwaltung des Kreises Schleswig-Flensburg hätten wir bis heute keine Grundlagen und Sanierungskonzepte vorliegen und hätten diesen Beschluss nicht bekommen können, daher gilt dem Kreis Schleswig-Flensburg unser großer Dank, dass er ohne räumliche Zuständigkeit hier soviel Energie und Herzblut reingesteckt hat.“
Gerade für den Tourismus entlang der gesamten Eider und der Freizeitschifffahrt besteht durch den Beschluss aus Berlin jetzt wieder Planungssicherheit für die kommenden Jahrzehnte und die Hoffnung, dass sich der Tourismus an Schleswig-Holsteins längstem Fluss weiterhin positiv entwickelt.
„Jetzt gilt es, keine Zeit zu verlieren. Gemeinsam mit der Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung in Brunsbüttel und unserer leistungsfähigen Kommunalverwaltung vor Ort wollen wir schnell in die Ausschreibung und dann in die Sanierung gehen“, betonen Klömmer und Tiessen abschließend.
Bild: © ETS GmbH
In der AktivRegion Südliches Nordfriesland (SNF) stehen vier neue Projekte in den Startlöchern: Insgesamt planen die Projektträger Investitionen in Höhe von 703.996,04 Euro. Der Vorstand der Lokalen Aktionsgruppe (LAG) hat grünes Licht gegeben und unterstützt die Vorhaben mit Fördermitteln in Höhe von 231.288,76 Euro aus dem LEADER-Programm. Miriam Templin, Regionalmanagerin der AktivRegion SNF, betont die Bedeutung der Förderung: „Die Unterstützung durch die AktivRegion ist ein entscheidender Impuls für die Umsetzung innovativer Ideen vor Ort. Mit den bewilligten Fördermitteln schaffen wir gemeinsam Perspektiven für die Region und stärken das Engagement der Menschen.“
Friedrichstadt entwickelt ein Mobilitätskonzept für die Innenstadt
Die Stadt Friedrichstadt plant die Erstellung eines Mobilitätskonzepts, um den innerstädtischen Verkehr nachhaltig und zukunftsorientiert zu gestalten. Für die Konzeption sind Mittel in Höhe von 40.000,00 € vorgesehen. Ziel des Vorhabens ist es, die Mobilität in der historischen Altstadt zu verbessern. Ein Augenmerk liegt auf der Entwicklung tragfähiger Lösungen, die sowohl den denkmalgeschützten Charakter der Altstadt wahren als auch moderne Anforderungen an Barrierefreiheit, Nachhaltigkeit und Aufenthaltsqualität erfüllen. Die AktivRegion SNF unterstützt das Projekt mit 23.529,41 €.
Volkshochschulen Nordfriesland starten Pilotprojekt „vhs-Support“
Mit dem Projekt „vhs-Support“ investieren die Volkshochschulen im Kreis Nordfriesland 295.736,94 € in die Stärkung ihrer Bildungslandschaft. Ziel des Projekts ist es, die bestehenden vhs-Standorte zu sichern und gezielt auszubauen. Gleichzeitig sollen neue Synergien geschaffen werden – insbesondere zur Professionalisierung in der Administration sowie in der Ansprache und Einbindung unterschiedlicher Zielgruppen. Auch die Konzeption und Umsetzung neuer Bildungsangebote und Kooperationen stehen im Fokus. Die AktivRegion SNF unterstützt das Vorhaben mit einer Förderung in Höhe von 96.487,39 €.
Neues Dorfgemeinschaftshaus für St. Peter-Ording
Die Kirchengemeinde St. Peter-Ording und Tating plant den Umbau ihrer Immobilie in ein modernes Dorfgemeinschaftshaus. Mit einer Gesamtinvestition von 348.243,10 € soll ein offener, nicht kommerzieller Treffpunkt für Einheimische und Urlauber entstehen. Das Haus soll ein Ort der Begegnung und Teilhabe für alle Generationen werden – ein Raum, der in dieser Form in St. Peter-Ording bislang fehlt, heißt es vonseiten der Kirchengemeinde. Fünf flexibel nutzbare Räume sowie ein großer Saal bieten künftig Platz für Vereine, Initiativen und Veranstaltungen aller Art. Eingebunden werden soll eine digitale Info-Lounge, die Besuchern eine schnelle Orientierung im Ort ermöglichen soll und Zugang zu aktuellen Angeboten sowie den vier Co-Working-Spaces bietet. Die AktivRegion SNF unterstützt das Projekt mit einer Förderung in Höhe von 100.000 €.
Gemeinde Seeth plant Dorfkümmerer-Stelle
Die Gemeinde Seeth setzt ein Zeichen für mehr Miteinander und soziale Teilhabe: Mit der Einrichtung einer Dorfkümmerer-Stelle soll künftig eine zentrale Anlaufperson für die Belange der Bürger zur Verfügung stehen. Die Person soll als Bindeglied zwischen Verwaltung, Vereinen, Initiativen und der Bevölkerung agieren. Ziel ist es, das soziale Leben im Ort zu stärken, Hilfsangebote zu koordinieren und generationenübergreifende Begegnungen zu fördern. Die Kosten für einen Minijob belaufen sich während des Projektzeitraumes von drei Jahren auf 20.016 €. Die AktivRegion SNF unterstützt das Vorhaben mit 11.208,96 €.
Über weitere Projekte und die Prüfung auf deren Förderfähigkeit wird der Vorstand der AktivRegion SNF Ende September 2025 entscheiden. Anträge sind bis spätestens 1. September beim Regionalmanagement einzureichen.
Bild: © ETS GmbH
Ein Mann, der Brücken baute – nicht aus Beton, sondern zwischen Menschen und Institutionen. Mehr als vier Jahrzehnte lang prägte Norbert Limberg den Norden Schleswig-Holstein mit – unter anderem als Leiter des Regionaldezernats Flensburg im Landesamt für Landwirtschaft und nachhaltige Landentwicklung (LLnL). „Sie haben viel Geld in die Region gebracht“, berichtete Frank Feddersen, Vorsitzender der AktivRegion Südliches Nordfriesland, während der Sitzung des geschäftsführenden Vorstandes in Mildstedt, die für Norbert Limberg eine der letzten beruflichen Stationen sein wird, bevor er sich in den Ruhestand verabschiedet. „Sie waren für uns weit mehr als ein Fördermittel-Experte – sie waren ein echter Möglichmacher“, sagte Feddersen.
1986 startete Norbert Limberg in Flensburg als gelernter Vermessungsingenieur bei der Flurbereinigungsbehörde und wechselte wenige Jahre später in die Arbeit für Dorferneuerungsprogramme. „Ich wollte Brücken bauen und hatte nie den Anspruch, beim Land zu arbeiten.“ Als „virtuellen Brückenbauer“ bezeichnete ihn sodann auch Frank Feddersen. „Wir werden Sie als super angenehmen Partner in Erinnerung behalten. Sie haben immer im Blick gehabt, was pragmatisch umsetzbar ist und auf diese Weise für die Umsetzung von unzähligen Projekten aus unserer Region den Weg geebnet. Im Namen der AktivRegion bedanke ich mich dafür recht herzlich.“
Norbert Limberg stellte sich bei Förderprojekten stets die Frage: „Wo ist das Ziel?“. Erst im zweiten Schritt beschäftigte er sich mit dem Weg dorthin. Auf die AktivRegion Südliches Nordfriesland werde er sich gerne zurückerinnern. „Die Zusammenarbeit mit den Menschen und dem Vorstand war immer positiv“, berichtete Norbert Limberg. Zum Abschied und als Dank für die gemeinsame Zeit überreichte Frank Feddersen noch ein kleines Präsent mit regionalen Aufmerksamkeiten an den künftigen Ruheständler.
BU: Norbert Limberg (Dritter von links) wird verabschiedet vom geschäftsführenden Vorstand der AktivRegion Südliches Nordfriesland: Matthias Hasse (links), Amtsdirektor Amt Eiderstedt, Regionalmanagerin Miriam Templin, Frank Feddersen, Leitender Verwaltungsbeamter des Amtes Nordsee-Treene und Vorsitzender der AktivRegion, Hans Pahl-Christiansen, Fördermittelmanager des Kirchenkreises Nordfriesland, und Peter Sattler vom Eiderstedter Naturschutzverein. © ETS GmbH
Der Schlüssel zu lebendigen und zukunftsfähigen ländlichen Regionen liegt in der Zusammenarbeit vor Ort. Das EU-Programm LEADER/CLLD ist ein bewährtes Werkzeug, um kreative Projekte und nachhaltige Entwicklungen direkt in Städten und Gemeinden zu fördern. Doch für den langfristigen Erfolg bedarf es einer klaren Unterstützung aus Brüssel.
Um die Zukunft der ländlichen Räume zu sichern, rufen die drei Lokalen Arbeitsgemeinschaften (LAG) der AktivRegionen Dithmarschen, Eider-Treene-Sorge sowie Südliches Nordfriesland gemeinsam alle Bürgerinnen und Bürger, Unternehmen und Kommunalpolitiker auf, die EU-Petition zur Stärkung von LEADER/CLLD zu unterstützen. Ziel ist es, die langfristige Finanzierung des Programms sicherzustellen, bürokratische Hürden zu verringern und die Rolle von LEADER/CLLD als strategisches Instrument für die ländliche Entwicklung zu erweitern.
Es geht um mehr als Projekte – es geht um den sozialen Zusammenhalt, die Stärkung der lokalen Wirtschaft und die Sicherung der Zukunft unserer ländlichen Region. Jörn Timm, Vorsitzender der LAG AktivRegion Dithmarschen betont: „LEADER/CLLD ermöglicht es uns, regionale Herausforderungen eigenverantwortlich und effektiv anzugehen. Nur mit einer dauerhaften Unterstützung durch die EU können wir unsere Ziele erreichen.“ Ralf Tiessen, Geschäftsführer der Eider-Treene-Sorge GmbH, zuständig für das Management der beiden weiteren AktivRegionen ergänzt: „Europa kann es sich nicht leisten, die ländlichen Räume zu vernachlässigen. Jetzt ist der Moment, um aktiv zu werden und ein starkes Signal an die EU zu senden.“
Die EU-Petition ist bis zum 15. Mai online verfügbar. Weitere Informationen und der Link zur Petition finden sich unter: www.kurz.sh/leader
STIMMEN AUS DER REGION
Schulverband Wesselburen, Bildungsmanagerin Antje Schenk:
„Dank der EU-Fördermittel konnten wir in der Bildungsregion Wesselburen bereits zahlreiche Projekte umsetzen, die innovative Bildungsarbeit, Nachhaltigkeit und soziale Teilhabe erfolgreich miteinander verbinden. Initiativen wie JiMs Bar 4.0 oder Die soziale Werkstatt – Werteschmiede des Glücks sind nur Beispiele für die positiven Entwicklungen, die daraus entstanden sind. Diese Fördermittel sind unverzichtbar, um weiterhin kreative Lernorte und nachhaltige Schulkulturen aufzubauen – und um sicherzustellen, dass auch zukünftige Generationen in unserer Region von starken Bildungsangeboten und neuen Perspektiven profitieren können.“
Burger Waldmuseum, Anke Schroeder:
„Das Waldmuseum, in kommunaler Trägerschaft der Gemeinde Burg besteht seit 1968. Mit Fördermitteln des Landes und der EU konnte es sich zu einem überregional bedeutenden Tourismusmagneten in Ergänzung zum Nordseetourismus entwickeln und trägt zur Attraktivität der küstenfernen Region bei. Außerdem ist die Einrichtung ein beliebter außerschulischer Lernort von überregionaler Bedeutung. Den gerade laufenden Umbau mit neuer Konzeption der Dauerausstellung, hätte die Gemeinde nicht ohne Förderung leisten könnte. Das Museum wird dadurch, ergänzend zum Bildungsprogramm für Kita-Gruppen und Schulklassen, einen Beitrag zur allgemeinen Bildung für nachhaltige Entwicklung leisten können, indem in der Ausstellung auch der Diskurs zur Selbstwirksamkeit in Umwelt- und Klimaschutzfragen geführt wird.“
Otto Warskulat, Vorsitzender der SSV Hennstedt:
„Diese Maßnahmen tragen wesentlich dazu bei, Ressourcen effizient zu nutzen, umweltfreundliche Energietechnologien zu entwickeln und zu fördern sowie die Daseinsvorsorge im ländlichen Raum zu verbessern. Sie stärken das Ehrenamt, fördern Mobilität und Energieeffizienz und verbessern die Lebensqualität der Menschen vor Ort. Diese positive Entwicklung ist weiterhin zu fördern, um die Lebensqualität im ländlichen Raum Schleswig-Holsteins nachhaltig zu sichern.“
Alan Bock, Vorsitzender des Jugendfördervereins der SSV Hennstedt:
„Die SSV Hennstedt und der Jugendfußballförderverein SSV Hennstedt haben in den vergangenen Jahren durch das LEADER-Förderprogramm der EU, das gezielt die Entwicklung ländlicher Regionen in Schleswig-Holstein unterstützt, bedeutende positive Veränderungen für die Lebensqualität im Ort bewirkt. Dank der Unterstützung durch die AktivRegion Eider-Treene-Sorge konnten im Jahr 2022 ein Multifunktionsunterstand auf dem Vereinsgelände realisiert werden. Für das Jahr 2025 ist die Umsetzung einer Photovoltaikanlage geplant, die die Nutzung erneuerbarer Energien fördert und die Energieversorgung nachhaltiger gestaltet. Insgesamt wurden Fördergelder in Höhe von circa 30.000 Euro eingesetzt, um diese Projekte zu realisieren.“
Gemeinde Seeth, Bürgermeister Ernst-Wilhelm Schulz:
„Wir versuchen als Gemeinde gerne, möglichst viel an öffentlichen Mitteln abzugreifen. Mit unserem normalen Haushalt ist nur wenig zu bewerkstelligen. Gerade die Gemeinde Seeth mit den Mamutaufgaben – Landesunterkunft für Flüchtlinge und Gewerbepark als Konversionsfläche – ist der Spielraum noch enger, da nicht alles aus Fördermitteln abgedeckt wird.“
„Die Gemeinde hat zudem mehrere hunderttausend Euro im Rahmen des Ortskernentwicklungskonzeptes für private Maßnahmen der Reetdach-Sanierung erhalten. Des Weiteren haben wir einige hervorragenden Mittel aus der AktivRegion für „kleinere“ Aktionen erhalten. Gerade diese Fördermittel bis 20.000 Euro sind für die Gemeinde und Vereine sehr hilfreich. Da geht es unter anderem um einen Bouleplatz, die Beleuchtung des Sportplatzes, den Maibaum sowie die Akustik im Dorfgemeinschaftshaus.“
Birgit Meier, Bürgermeisterin der Gemeinde Süderheistedt:
„Die Gemeinde Süderheistedt hat vor zwei Jahren ein kleines Grundstück erworben und darauf Streuobstwiese angelegt. Hier wurde zusätzliche eine Sitzgruppe aufgestellt. Gefördert wurde das Vorhaben als Kleinprojekt aus dem Regionalbudget der AktivRegion. Dieser schöne Platz lädt zum Verweilen ein. Ich höre immer wieder von den Bürgern, dass sie sich gerne dort treffen, der Kindergarten unternimmt regelmäßig Ausflüge zur Streuobstwiese und möchte hier später, wenn die Bäume viele Äpfel tragen, auch ernten. Ohne den Anreiz dieser Förderung hätten wir das sicherlich nicht geplant.“
„Augenblicklich realisieren wir einen Markttreff, der mit 1,5 Millionen Euro gefördert wird. Überwiegend stammen die Mittel von der EU und aus dem Fördertopf der Gemeinschaftsaufgabe zur Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes (GAK), der gemeinsam von Bund und Land finanziert wird. Wir planen diesen Markttreff, gemeinsam mit der Gemeinde Norderheistedt, um den Bedarf nach einem Dorfgasthof, einer Nahversorgung, einem Bäcker und einem Treffpunkt unter einem Dach verwirklichen zu können. Seitdem unsere alte Gastwirtschaft vor circa 5 Jahren aufgeben musste, finden in unserer Dorfgemeinschaft keine Veranstaltungen mehr statt. Weiterhin ging unser Bäcker in den Ruhestand. Die Vereine, Gilde und Feuerwehr, deren Mitglieder auch aus Norderheistedt und Barkenholm kommen, haben keine Gelegenheit, größere Feste in Süderheistedt zu feiern. Die Menschen leben sich auseinander. Ohne die Förderung für den Markttreff hätten wir keine Möglichkeit, solch ein Projekt zu finanzieren. Der Eigenanteil ist schon jetzt trotz Förderung erheblich. Für uns bedeutet der Bau des Markttreffs einen Beitrag zur Daseinsvorsorge, die Gemeinden Süderheistedt und Norderheistedt zu einem lebenswerten Ort machen. Gemeinschaft erleben, kurze Wege für die Nahversorgung und Dienstleistungen vor Ort ermöglichen. Das ist unser Ziel. Wir freuen uns darüber, dass wir mit Hilfe der Förderung die Chance haben, unser Ziel zu verwirklichen, denn das bedeutet Zukunft.
Hagen Billerbeck, Bürgermeister der Gemeinde Süderdorf
Die EU erscheint für viele kleine Gemeinden weit entfernt zu sein, doch eben gerade wir kleinen Gemeinden können mit Mitteln der EU regional bedeutende Projekte umsetzen! Die Gemeinde Süderdorf bemüht sich stets Förderungen für verschiedene Investitionen im Gemeindegebiet einzuwerben. Die Fördermittel der EU sind essentiell, um größere Investitionen umsetzen zu können. Bestes Beispiel ist das Dorfgemeinschaftshaus, welches die vier Ortsteile der Gemeinde miteinander verbindet und dadurch Mittelpunkt für gemeindliche, kulturelle und private Veranstaltungen in der Gemeinde ist. Die Umsetzung der Dorfgemeinschaftshauses und die aktuell laufende Modernisierung wären nicht einfach ohne Mittel der EU umzusetzen gewesen. Weitere geplante Investitionsmaßnahmen, beispielsweise umfangreiche Ausbauten bestehender Feldwege auf Grund erhöhter Anforderungen durch Landwirtschaft, aber auch den Erneuerbaren Energien und dem Fahrradtourismus, sind nicht möglich ohne großzügige Förderungen aus EU-Mitteln.
Über LEADER/CLLD: LEADER steht für „Liaison Entre Actions de Développement de l’Économie Rurale“, was übersetzt etwa „Verbindung zwischen Aktionen zur Entwicklung der ländlichen Wirtschaft“ bedeutet. Das EU-Programm LEADER/CLLD fördert seit mehr als 30 Jahren innovative Ideen und Projekte in ländlichen Regionen. Es steht für Bürgerbeteiligung, Eigenverantwortung und nachhaltige Entwicklung vor Ort.