Naturerlebnisraum Katinger Watt soll attraktiver werden

Auf der letzten Vorstandssitzung konnten sich zwei Projektträger über eine Förderzusage freuen. Das Amt Eiderstedt möchte eine Lotsenstelle für die digitale Gründungs- und Nachfolgeplattform in Garding etablieren. Eine Machbarkeitsstudie zur Evaluation und Attraktivierung des Naturerlebnisraumes Katinger Watt wird von der Kreisjägerschaft Eiderstedt in Auftrag gegeben.

Der Naturerlebnisraum Katinger Watt besitzt 22 interaktive Stationen mit Informationen, Spiel- und Bildungsmöglichkeiten. Dabei werden alle Altersgruppen angesprochen. Um das Katinger Watt innovativ und qualitativ weiterzuentwickeln, möchte die Kreisjägerschaft Eiderstedt eine Machbarkeitsstudie durch einen Naturraum- und Landschaftsplaner durchführen lassen. Im Fokus dabei stehen die Bestandsaufnahme der aktuellen Situation unter Berücksichtigung verschiedener Rahmenbedingungen sowie die Einbindung und Akquise von Kooperationspartnern durch Beteiligungsverfahren. Dadurch soll der Naturerlebnisraum zukunftssicher aufgestellt werden. „Am Ende der Planungsarbeit soll ein Entwicklungskonzept stehen, in dem die Interessen aller Partner und Akteure repräsentiert werden und Handlungsempfehlungen zur weiteren Umsetzung definiert sind. Idealerweise mit zukünftigen Umsetzungs- und Finanzierungsmodellen“, erklärt Ranjet Biermann von der Eiderstedter Kreisjägerschaft das Projekt. Die Gesamtinvestition beträgt 22.576,49 Euro, wovon 15.177,47 Euro über die AktivRegion gefördert werden sollen.

Existenzgründungen und Nachfolgeplanung sind nach wie vor ein zeitaufwendiger und komplexer Prozess. Durch eine digitale Gründungs- und Nachfolgeplattform, angesiedelt beim Amt Eiderstedt, soll dieser Prozess vereinfacht und beschleunigt werden. Für eine erfolgreiche Vermarktung dieser Plattform wird eine Lotsenstelle für drei Jahre ausgeschrieben. „Gründern soll ermöglicht werden, alle notwendigen Verwaltungsverfahren über eine digitale Anlaufstation, der digitalen Gründungs- und Nachfolgeplattform, abwickeln zu können“, erklärt Dr. Ilja-Kristin Seewald, Projektkoordinatorin des Amtes Eiderstedt. Die technische Entwicklung der Plattform wird über das Landesprogramm Offene Innovation, vertreten durch DigitalHub.SH, gefördert und betreut. Die Plattform soll bis Ende März 2025 entwickelt sein. Die Lotsenstelle wird erste Ansprechpartnerin für Gründungsinteressierte und für die Nachfolgeplanung. Zudem ist sie unter anderem für die Vermarktung, die Öffentlichkeitsarbeit sowie die Vernetzung mit bereits bestehenden Gründungszentren zuständig. „Ziel ist es, die Gründungskultur in Eiderstedt zu stärken sowie die Nachfolgeplanung der Unternehmen zu unterstützen, um so Unternehmen und Arbeitskräfte nach Eiderstedt zu bringen“, ergänzt Matthias Hasse, Amtsdirektor von Eiderstedt. Das Projekt wird mit 127.050 Euro veranschlagt, wovon 71.064 Euro über die AktivRegion gefördert werden sollen.

Sobald die Bewilligung des Landesamtes für Landwirtschaft und nachhaltige Landentwicklung vorliegt, können die genannten Maßnahmen mit Unterstützung der AktivRegion umgesetzt werden.

Als neues Mitglied wurde Susanne Hermerding von der Lebenshilfe Husum gGmbH in die AktivRegion Südliches Nordfriesland aufgenommen.

 

Die Projekte werden gefördert aus dem Landesprogramm ländlicher Raum (LPLR) Schleswig-Holstein auf Initiative des Ministeriums für Landwirtschaft, ländliche Räume, Europa und Verbraucherschutz (MLLEV) durch den Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER).

 

Foto: Der Naturerlebnisraum Katinger Watt soll weiterentwickelt werden. © Ranjet Biermann

Die Zukunft gehört den Mutigen – vor allem im ländlichen Raum

Rund 200 Teilnehmerinnen und Teilnehmer folgten der Einladung der Eider-Treene-Sorge GmbH, um gemeinsam über die Zukunft des ländlichen Raumes zu diskutieren. Die erste Konferenz für ländliche Entwicklung und Engagement (KLEE) fand Ende September in der Festhalle Silberstedt statt und wurde von den AktivRegionen Eider-Treene-Sorge und Südliches Nordfriesland initiiert.

In ihrer Eröffnungsrede findet Staatssekretärin Anne Benett-Sturies vom Ministerium für Landwirtschaft, ländliche Räume, Europa und Verbraucherschutz klare Worte: „Wir werden uns weiterhin dafür einsetzen, in den Kommunen zu einer Steigerung der Attraktivität und einer Verbesserung der Lebensverhältnisse beizutragen.“ Zukunftsforscher Prof. Dr. Ulrich Reinhardt appelliert an die Anwesenden, mehr Mut zu zeigen und Verantwortung zu übernehmen. Anhand konkreter Zahlen zeigt er optimistische Perspektiven für die Zukunft des Landes auf. „Wir haben ein Problem mit dem Begriff Scheitern. Wir müssen lernen, dass Scheitern kein Problem ist, sondern eine Chance“, so Reinhardt. „Wir müssen mutig sein und mehr Verantwortung übernehmen“, ergänzt der Zukunftsforscher. Verlässlichkeit, Vertrauen und Verantwortung wurden als zentrale Werte für eine erfolgreiche Zukunft genannt.

In den darauffolgenden Podiumsdiskussionen, unter anderem mit Frank Schütz von der Dorfbewegung Brandenburg, Julia Nissen, Deutschlands erster digitaler Bürgermeisterin und Jörg Bülow, Geschäftsführendes Vorstandsmitglied des Schleswig-Holsteinischen Gemeindetages, wurde über Perspektiven und Herausforderungen für lebenswerte Dörfer diskutiert. Auch hier war der einstimmige Tenor der Beteiligten: Mehr Mut und Vertrauen zu haben.

Zehn verschiedene Fachforen vertieften einzelne Themen, wie das kommunale Ehrenamt, innovative medizinische Versorgung oder die Digitalisierung und die Zukunft der Nahversorgung. Hier wurde lebhaft und teils auch kontrovers diskutiert. In den Pausen gab es genügend Zeit bestimmte Themen zu vertiefen, zum Netzwerken oder sich mit den Projektträgern und Partnern an einen der zahlreichen Infostände auszutauschen. Die AktivRegionen Eider-Treene-Sorge und Südliches Nordfriesland haben neben zwei Fachforen auch einen Infostand betreut. Das Repair Café aus Husum oder der Soccer-Cage aus Viöl sind nur zwei Beispiele geförderter Projekte, zu denen man sich vor Ort informieren konnte.

„Wir freuen uns, dass diese Veranstaltung so gut angenommen wurde und können uns durchaus eine Fortsetzung vorstellen“, so das positive Fazit der Eider-Treene-Sorge GmbH. Zusammen mit den rund 200 anwesenden kommunalen Akteuren, Ehrenamtlichen und Interessierten aus ganz Schleswig-Holstein wurden erste Impulse gesetzt. Die Veranstalter fassen zusammen: „Die KLEE hat eindrucksvoll gezeigt, wie wichtig es ist, Verantwortung zu übernehmen und aktiv das Leben in den Gemeinden zu gestalten. Die Botschaft ist: Ja, du kannst die Zukunft hier und jetzt gestalten – du selbst musst es aber auch wollen und mutig sein.“

 

Foto: Mehr als 200 Anwesende haben die Diskussionen verfolgt. © ETS GmbH

Neue Geschäftsführung der Eider-Treene-Sorge GmbH

Nach fast 11 Jahren im Unternehmen verlässt Geschäftsführer Yannek Drees die Eider-Treene-Sorge GmbH. Sein Nachfolger wird im kommenden Jahr Ralf Tiessen, derzeit Vorsitzender der AktivRegion Eider-Treene-Sorge e. V.

„Ralf Tiessen kennt sich bestens im Fördergeschäft aus. Durch sein langjähriges Engagement als ehrenamtlicher Bürgermeister von Christiansholm ist er mit der kommunalen Perspektive und den aktuellen Herausforderungen vertraut“, begründet die Vorsitzende der Gesellschafterversammlung, Birgit Meier, die Entscheidung. Der Journalist und gelernte Bankkaufmann sei in der Region verwurzelt und kenne die Menschen, was ein großer Vorteil sei, so Meier weiter. Interimsmäßig wird Frau Annika Freitag, bisher Assistenz des Geschäftsführers Yannek Drees, das Unternehmen führen. „Annika Freitag hat sich um die Eider-Treene-Sorge GmbH verdient gemacht. Wir sind ihr dankbar, dass sie Verantwortung übernimmt und so maßgeblich dazu beiträgt, den Übergang zu gestalten“, erklärt Meier. Ab dem 01.04.2025 übernimmt dann Ralf Tiessen das Ruder.

Drees, seit 2014 im Unternehmen und seit 2021 dessen Geschäftsführer, nimmt eine neue Herausforderung an. „Als kaufmännischer Geschäftsführer der Ärztekammer Schleswig-Holstein darf ich künftig einen kleinen Beitrag dazu leisten, dass wir ein starkes und funktionierendes Gesundheitssystem haben“, so Drees. Trotz der reizvollen Aufgabe fällt ihm der Abschied nicht leicht. „Ich habe täglich mein Bestes für die Region, die AktivRegionen und die Eider-Treene-Sorge GmbH gegeben“, erklärt Drees. Er hat in dieser Zeit Projekte umgesetzt, das Unternehmen modernisiert und den Übergang der EU-Förderperioden erfolgreich gestaltet. Auch habe er Freundschaften geschlossen und vieles gelernt, so der 37-Jährige. „Für das Erlernte und das Vertrauen, das mir so viele Menschen geschenkt haben, empfinde ich Dankbarkeit“, so Drees.

Mit einem eingespielten Team, modernen Büros im Bargener Stapelholm-Huus, einem großen Netzwerk und langfristigen Verträgen mit den AktivRegionen Eider-Treene-Sorge und Südliches Nordfriesland bis 2029 ist das Unternehmen solide aufgestellt. Zuletzt machte es mit der Konferenz für ländliche Entwicklung und Engagement (kurz: KLEE), der ersten Konferenz dieser Art in Schleswig-Holstein, auf sich aufmerksam.

 

Foto: Yannek Drees stellt bei der Konferenz für ländliche Entwicklung und Engagement seinen Nachfolger Ralf Tiessen vor. ©ETS GmbH

Zukunft wird jetzt gemacht – Perspektiven für lebenswerte Dörfer

Am 26. September veranstaltet die Eider-Treene-Sorge GmbH die erste Konferenz für ländliche Entwicklung und Engagement (KLEE) in Silberstedt. Initiatoren und Auftraggeber sind die AktivRegionen Eider-Treene-Sorge und Südliches Nordfriesland. Der Fokus wird darauf liegen, angesichts großer Herausforderungen und Krisen, eine konstruktive Haltung zu entwickeln und sich für Gemeinde und Region einzusetzen.

„Mit der KLEE wollen wir zeigen, dass wir auch angesichts von Widrigkeiten hier und jetzt das Leben in unseren Gemeinden gestalten können“ beschreibt Yannek Drees, Geschäftsführer der Eider-Treene-Sorge GmbH, das Konzept. Er und sein Team sind überzeugt, “dass wir besser mit den großen Herausforderungen umgehen können, wenn wir in unserem kleinen Wirkungsbereich ins Tun kommen und die Gestaltungsspielräume nutzen. Genau jetzt ist es aus unserer Sicht wichtig, Verantwortung zu übernehmen, statt sich zurückzuziehen und auf andere zu zeigen“, so Drees.

Etwa 200 Teilnehmer werden in der Festhalle Silberstedt erwartet. Staatssekretärin Anne Benett-Sturies wird die Veranstaltung eröffnen, bevor Zukunftsforscher Prof. Dr. Ulrich Reinhardt einen Blick in die Zukunft wirft und die Frage beantwortet, ob früher tatsächlich alles besser war. In verschiedenen Podiumsdiskussionen werden die Themen wie Daseinsvorsorge, Ehrenamt, Digitalisierung und Fördermöglichkeiten näher betrachtet. In zehn verschiedenen Fachforen werden einzelne Themen aufgegriffen und vertieft: Wie steht es um das kommunale Ehrenamt? Was hat es mit dem Klönschnack am 3D-Drucker auf sich? Wie kann eine innovative und zukunftsfähige medizinische Versorgung aussehen? Dies sind nur einige Fragen, die auf der KLEE beantwortet werden. In den Pausen bleibt ausreichend Zeit für weitere Diskussionen, zum Netzwerken oder um sich mit den Projektträgern und Partnern an einem der zahlreichen Infostände auszutauschen.
Die Anspannung im Team ist schon spürbar, schließlich ist das Konzept neu. „Uns ist nicht bekannt, dass eine Konferenz in dieser Art im Norden existiert. Dabei leben die meisten Menschen hier in ländlichen Gemeinden und sind direkt betroffen. Es ist Zeit für ein positives Signal, dass wir gestalten können und sollen. Ich denke, die spannenden Projekte, Referenten und auch die vielen Teilnehmer, die wir bereits gewinnen konnten, sprechen eine klare Sprache“, so Drees abschließend.

Ausführliche Informationen und Anmeldung unter https://event.eider-treene-sorge.de/

Mit freundlicher Unterstützung der Nord-Ostsee-Sparkasse, der Schleswig-Holstein Netz AG und der Smarten Grenzregion zwischen den Meeren.

 

Foto: Nach der Eröffnungsrede von Anne Benett-Sturies wird Prof. Dr. Reinhardt einen Blick in die Zukunft werfen. © Frank Peter

Alternative zu Büro und Homeoffice

Für alle, die im Homeoffice nicht die nötige Ruhe finden oder die zu viel Zeit und Geld beim Pendeln lassen: Im Coworking Space Erfde-Bargen stehen vier einzelne Arbeitsplätze sowie ein Besprechungsraum für bis zu drei Personen zur Verfügung.

Das „Gemeinschaftsbüro“ oder die „flexible Büroalternative“, wie es auch genannt wird, im Ortsteil Bargen ist ein moderner Coworking-Space in Eidernähe mit Anbindung an das Dorfgemeinschaftshaus „Stapelholm-Huus“, dessen Ausstattung größtenteils mitgenutzt werden kann. Der Campingplatz, Café Adebar, eine Badestelle und der Bootshafen sind fußläufig entfernt.

Neben der Möglichkeit einen Arbeitsplatz stunden-, tage- oder wochenweise zu mieten, kann auch der gesamte Coworking-Space gemietet werden – für Workshops, Team-Meetings oder abteilungsübergreifende Projekte.

Wir freuen uns auf Ihre Anfrage!

Alle Infos im Überblick:

Räumlichkeiten

  • Besprechungsraum für bis zu 3 Personen
  • Großer Büroraum mit vier einzelnen Arbeitsplätzen
  • voll eingerichtete Küche, sanitäre Anlagen, ein Dorfmuseum sowie die Büros der Eider-Treene-Sorge GmbH im Stapelholm-Huus
  • barrierefrei

Ausstattung

  • WLAN/LAN (Breitband)
  • Scanner, Multifunktionsdrucker bis A3, Kopierer (im Stapelholm-Huus)
  • Stellwände, Moderationsmaterial, Whiteboard
  • Schließfächer, Fußbodenheizung
  • Jeder Arbeitsplatz ist mit einem höhenverstellbaren Schreibtisch mit Monitor, Tastatur und Maus sowie einem hochwertigen Bürostuhl ausgestattet.
  • Wasser sowie Kaffee- und Tee-Flat
  • Parkplätze

Preise: ab 8,90 € für vier Stunden (Halb-Tagesticket)

Buchung direkt bei der Eider-Treene-Sorge GmbH unter Tel.: 04333 9924910 oder info@eider-treene-sorge.de.

Eine Kooperation der Gemeinde Erfde und der Eider-Treene-Sorge GmbH. Das Projekt wird gefördert aus Mitteln des Landes Schleswig-Holstein zur Förderung von Coworking-Spaces im ländlichen Raum.

 

Foto: Der modern ausgestattete Coworking-Space steht am Stapelholm-Huus in Erfde. © Eider-Treene-Sorge GmbH

Zwischen Eider, Treene und Sorge

Seit über 10 Jahren gibt es bereits alljährlich den Kalender „Zwischen Eider, Treene und Sorge“ des Erfder Naturfotografen Uwe Naeve. So hat der Fotograf auch für das kommende Jahr wieder seine schönsten Aufnahmen aus der Landschaft Stapelholm zusammengestellt. Malerische Flusslandschaften, prächtige Blütenfarben und anmutige Tierbegegnungen bieten für jeden Monat ein besonderes Motiv aus der Region.

Der neue Kalender 2025 ist zum Preis von 19,50 Euro bei EDEKA Lacina in Erfde oder direkt bei Uwe Naeve, Telefon 0170 28 25 689, info@un-naturfoto.de erhältlich. Auf www.un-naturfoto.de können die einzelnen Monatsblätter angeschaut werden.

Außerdem bietet der Fotograf u.a. für Vereine digitale Bildervorträge in der Zeit von Oktober bis März jeden Jahres an. Beispielsweise „Land zwischen den Meeren“ mit Naturfotos aus Schleswig-Holstein, „Faszination Skandinavien“ mit einer Fotoreise durch die schöne, wilde Natur Skandinaviens oder eine „Reise durch Europa“ mit Naturaufnahmen der Vulkaninsel Island sowie den Norden und Süden Europas. Die Vorträge dauern ca. ein bis anderthalb Stunden, zum Teil mit Musikuntermalung.

 

Foto: Titelbild des neuen Kalenders © Uwe Naeve – Naturfotografie

Konferenz für ländliche Entwicklung und Engagement

Die ländlichen Räume stehen vor großen Herausforderungen. Die Zukunft erscheint durch globale Krisen zunehmend unsicher. Aber: Gerade hier und jetzt entsteht auch Gestaltungsspielraum. Diesen gilt es zu erkennen und zu nutzen. Die Konferenz für ländliche Entwicklung und Engagement in Silberstedt soll Perspektiven aufzeigen, über den Tellerrand blicken und es sollen gute Beispiele diskutiert werden.

Daher lädt die Eider-Treene-Sorge GmbH im Namen der AktivRegionen Eider-Treene-Sorge und Südliches Nordfriesland alle Interessierten ein zur:

KLEE 2024 – Konferenz für Ländliche Entwicklung & Engagement
Donnerstag, 26.09.2024 von 9.00 – 17.00 Uhr
in der Festhalle Silberstedt

„Die Welt ist derzeit in Aufruhr, im Großen wie im Kleinen. Das spüren wir auch auf dem Land. Viele machen sich Sorgen – kaum ist eine Krise überwunden, ahnen wir die nächste am Horizont. Genau jetzt ist es aus unserer Sicht wichtig, Verantwortung zu übernehmen, statt sich zurückzuziehen und auf andere zu zeigen. Mit der KLEE wollen wir zeigen, dass wir hier und jetzt das Leben in unseren Gemeinden gestalten können. Dass wir, wenn wir im Kleinen ins Tun kommen und die Gestaltungsspielräume nutzen, auch besser mit den großen Herausforderungen umgehen können. Es gibt diese Spielräume, es tun sich sogar neue auf. Ich denke, die spannenden und großartigen Menschen und Projekte, die gemeinsam mit uns die Konferenz lebendig machen, sprechen eine klare Sprache“, beschreibt Yannek Drees, Geschäftsführer der Eider-Treene-Sorge GmbH, das Konzept dahinter. „Die Botschaft ist: Ja, du kannst die Zukunft hier und jetzt gestalten – du selbst musst es aber auch wollen und mutig sein“, so Drees weiter.

Das erwarten die Teilnehmer:

  • Eröffnung mit Anne Benett-Sturies, Staatssekretärin (MLLEV)
  • „Deutschlands Zukunft – Was kommt? Was bleibt? Was geht?“, Prof. Dr. Ulrich Reinhardt
  • Podiumsdiskussionen zur Zukunft der ländlichen Entwicklung
  • Top-Themen: Daseinsvorsorge, Ehrenamt & Digitalisierung
  • Fachforen: Mitgliedergewinnung für Vereine, Digitalisierung auf dem Land, Medizinische Versorgung, Nahversorgung, kommunales Ehrenamt, Projekte-Tour AktivRegionen u. v. m.
  • Best Practices aus der Region, Schleswig-Holstein, Brandenburg und Hessen
  • Workshops, Diskussionsrunden und Netzwerk-Pausen
  • Gemeinsam anpacken: Austausch mit 250 Gestaltern des ländlichen Raumes
  • Regionale Verköstigung

Anmeldung: Ausführliche Informationen und Anmeldung unter https://eider-treene-sorge.de/de/klee/

Mit freundlicher Unterstützung von der Nord-Ostsee-Sparkasse, der Schleswig-Holstein Netz AG und der Smarten Grenzregion zwischen den Meeren.

 

Foto: Die Konferenz wird durch Anne Benett-Sturies eröffnet.

Digitaler Engel im Stapelholm-Huus

Digitale Angebote bieten unzählige Möglichkeiten einer gesellschaftlichen Teilhabe und ermöglichen eine selbstbestimmte Lebensgestaltung im Alter. Im Projekt „Digitaler Engel“ werden ältere Menschen in verschiedenen Veranstaltungsformaten an einen sicheren Umgang mit digitalen Anwendungen herangeführt. Dabei lassen sich Berührungsängste abbauen und erste positive Erfahrungen sammeln. Im Vordergrund stehen das Erkennen von Mehrwerten digitaler Angebote und das Erlernen von Grundkenntnissen.

Daher findet am Donnerstag, den 25. Juli 2024 von 14.30 – 16.30 Uhr eine Veranstaltung zum Thema Onlinebanking für Seniorinnen und Senioren sowie alle interessierten Bürgerinnen und Bürger im Stapelholm-Huus in Erfde-Bargen statt.

Onlinebanking hat viele Vorteile, häufig ist diese Möglichkeit der Kontoführung auch kostengünstiger als ein normales Bankkonto. Ein Digitalexperte des Ratgeberteams von “Deutschland sicher im Netz e.V.” zeigt, welche Schritte man gehen muss, um Onlinebanking einzurichten, welche Geräte nötig sind und worauf man achten sollte. Dabei geht es um die grundlegenden Funktionsweisen des Onlinebankings. Es werden auch Fragen rund um die Digitalisierung und zum sicheren Einsatz digitaler Möglichkeiten beantwortet.

Um Anmeldung unter info@eider-treene-sorge.de oder per Telefon unter 04333-9924910 wird gebeten, da nur begrenzt Plätze zur Verfügung stehen.

Über den Digitalen Engel
Das Projekt „Digitaler Engel“ ist Bestandteil der Umsetzungsstrategie der Bundesregierung zur Gestaltung des digitalen Wandels und wird von Deutschland sicher im Netz e.V. mit Förderung des BMFSFJ umgesetzt. Unter dem Dach des Digital Pakt Alter ist der Digitale Engel eine konkrete Maßnahme zur Förderung der digitalen Teilhabe älterer Menschen. www.digitaler-engel.org

 

Foto: Schulung für einen sicheren Umgang mit digitalen Medien © Jörg Farys

150.000 Euro Fördergelder für Treffpunkte in der Region

Auf der letzten Vorstandssitzung konnten sich gleich drei Projektträger über eine Förderzusage freuen. Die Gemeinde Sieverstedt möchte einen Bikepark im Ort errichten. Die Gemeinde Pahlen erhält Fördergelder für den Bau einer Mehrzweckhütte für den Sportverein Pahlen. Der MarktTreff Jörl soll klimafreundlich und barrierefrei für eine zukunftsfähige Nahversorgung im ländlichen Raum aufgestellt werden. Die AktivRegion präsentiert sich ab sofort mit einem modernen Logo.

Die Idee für einen naturbelassenen Bikepark in der Gemeinde Sieverstedt ist im Rahmen einer Jugendbeteiligung entstanden. Der Bikepark wird als geschlossener Rundkurs ausgeführt, der sich durch Wellen, Steilkurven und Sprünge auszeichnet und in alle Richtungen befahren werden kann. Die Anlage passt sich durch die organischen Formen harmonisch in das Landschaftsbild ein. „Die genaue Streckenführung und Gestaltung des Bikeparks wird in Planungsworkshops unter Beteiligung von Kindern und Jugendlichen festgelegt“, erzählt Carsten Deerberg, Sprecher der Arbeitsgruppe. „Später können auf dieser Bahn unterschiedliche Sportarten, wie diverse Mountainbike-Arten, Inliner, Longboard, aber auch Rollstuhl und Laufrad ausgeübt werden“, so Deerberg weiter. Die Anlage ist generationenübergreifend nutzbar und fördert die motorischen und koordinativen Fähigkeiten der Nutzer im spielerischen Kontext. Er dient neben den sportlichen Aspekten als sozialer Treffpunkt. Insgesamt werden für das Projekt 75.895,00 Euro veranschlagt, wovon die AktivRegion Eider-Treene-Sorge 43.750,00 € tragen will.

Der Sportplatz gegenüber des Pahlazzo in der Gemeinde Pahlen wurde im August 2021 mit Mitteln der Sportstättenförderung des Landes Schleswig-Holstein und des Kreises Dithmarschen modernisiert. Damals wurden keine Unterstände, Sanitäranlagen oder Umkleidemöglichkeiten geschaffen, der Platz ist daher nur witterungsabhängig nutzbar. Die Gemeinde möchte daher eine Mehrzweckhütte für den Sportverein Pahlen errichten. Die Holzhütte soll Kabinen für Spieler und Schiedsrichter sowie einen Technik- und einen Clubraum enthalten. Zudem wird die Dachkonstruktion so gebaut, dass die Gemeinde Sanitärcontainer anbauen könnte. „Endlich bekommen wir einen Rückzugsort, den wir bei schlechtem Wetter nutzen können. Mit diesem Projekt können wir den Sportverein noch attraktiver gestalten und die Jugendarbeit ausbauen“, freut sich Jugendobmann Niels Burger vom SV Holstein Pahlen. „Und wir können endlich witterungsunabhängig Versammlungen im Clubraum durchführen“, ergänzt Alexander Hamann, stellvertretender Kassenwart des Vereins. Die Fördersumme des Projekts beträgt 56.470,59 € bei einer Gesamtinvestition von 112.000,00 €.

Die Gemeinde Jörl möchte das MarktTreff-Gebäude modernisieren, klimafreundlich ausrichten und die Barrierefreiheit verbessern, um als Nahversorger im ländlichen Raum konkurrenzfähig gegenüber größeren Supermärkten aufgestellt zu sein. Dazu soll eine Photovoltaikanlage zur Eigenbedarfsdeckung auf dem Dach des Gebäudes installiert werden. Ein Speichersystem wird installiert und die Zähleranlage erneuert. Der MarktTreff erhält weiterhin eine Automatik-Eingangstür und eine Beschilderung, welche über die Erzeugung erneuerbarer Energien in der Gemeinde informiert. „Neben der Nutzung lokal produzierter Energien sind die Erhöhung der Barrierefreiheit sowie der Erhalt des Treffpunktes Ziele des Projektes“, so Maria Hock, Klimaschutzmanagement Region Flensburg. Insgesamt werden für das Projekt 98.603,40 € veranschlagt, wovon die AktivRegion 49.716,00 € tragen will.

Sobald die Bewilligung des Landesamtes für Landwirtschaft und nachhaltige Landentwicklung vorliegt, können die genannten Maßnahmen mit Unterstützung der AktivRegion umgesetzt werden.
Zum 25jährigen Jubiläum der Flusslandschaft Eider-Treene-Sorge wurde die Regionalmarke einer Überarbeitung unterzogen. In diesem Zuge hat sich die AktivRegion Eider-Treene-Sorge entschieden, ihren Außenauftritt ebenfalls anzupassen. Das frische und moderne Design ist an die Farben der Flusslandschaft angepasst, so dass ein Wiedererkennungswert vorhanden ist. Das neue Logo wurde auf der Vorstandssitzung vorgestellt und wird sukzessive ausgetauscht.

 

Foto: Die Crew ist von Anfang an dabei © Deerberg

Kirchengemeinde Nordstrand-Odenbüll erhält 100.000 Euro Förderung

Der Vorstand der AktivRegion Südliches Nordfriesland entschied positiv über die Sicherung des Gemeindehauses Nordstrand-Odenbüll durch die Errichtung eines ökologischen Gebäudenetzes.

Das Gemeindehaus der Kirchengemeinde Nordstrand-Odenbüll ist als vielfältige Begegnungsstätte für Menschen aller Generationen auf Nordstrand unverzichtbar. Die derzeitige Wärmeversorgung dieses Gebäudes ist allerdings nicht mehr zukunftsfähig. Die Anlagen, die das Gemeindezentrum, die Kirche, das Pastorat sowie die Tagespflege beheizen, sind mehr als 20 Jahre alt und reparaturanfällig. Die Heiztechnik ist in der Form nicht mehr wirtschaftlich. Daher soll ein kleines Gebäudenetz, betrieben durch eine Pellet-Feststoffheizung, angeschafft werden.

„Durch die langfristige Sicherung der Wärmeversorgung des Gebäudekomplexes sollen zahlreiche Angebote, die hier stattfinden, gesichert werden und der Standort als Begegnungsort ausgebaut werden“, erklärt Pastor Thorsten Wiese. „Durch die Installation einer ‚Wissenssäule‘ sollen die nachhaltigen Effekte der Anlage erfahrbar gemacht werden und die Nutzer sensibilisieren und inspirieren“, beschreibt Wiese das weitere Angebot. Zudem kann mit einer deutlichen CO2-Reduzierung und einer Einsparung von Energiekosten gerechnet werden. Die Kirchengemeinde verfolgt hiermit die Ziele des Klimaschutzplans der Nordkirche.

Insgesamt werden für das Projekt 259.301,00 € veranschlagt, wovon die AktivRegion 100.000,00 € tragen will.

 

Foto: Das Nommensenhaus ist eine vielfältige Begegnungsstätte für Menschen aller Generationen. © Kirchengemeinde Nordstrand-Odenbüll